Nachdem uns These New Puritans schon den Dezember 2007 mit ihrer Debut-Single "Elvis" versüßt haben, tun sie dies 2 Jahre später wieder mit einer neuen Single , die den Namen "We Want War" trägt. Die Hedi Slimane-Style-Band wurde epischer, elektronischer, etwas anstrengender und besitzt auf "We Want War" sehr harte Percussions, die stark an Björk oder Bat For Lashes erinnern. Zudem folgen Trompeten-und Chorarrangements wie man sie auch von der kleinen Isländerin kennt. These New Puritans haben sich weiterentwickelt, zumindest sagt dies der Vorbote des neuen Album "Hidden", welches sie wieder auf Domino Records Anfang 2010 veröffentlichen, und auf mehr hoffen lässt.
Nach vielen Wochen und unzähligen Alben sind wir nun in der Königskategorie angekommen und zwar bei meinen persönlichen Top 10 Alben aus dieser ausgehenden Dekade. Und um das ganze noch etwas dramaturgisch aufzuwerten, gibt’s das ganze jetzt häppchenweise… ich versuche sozusagen jeden Tag einen Platz zu posten und hoffe natürlich, dass ich dies zeitlich auch einigermaßen schaffe. Von vornherein sollte natürlich klar sein, dass jedes dieser zehn Alben ein absoluter Klassiker für mich ist und gerade hier die Anordnung sehr schwierig war. Den Einstieg macht das New Yorker Trio Nada Surf, bei denen sich Fans, Kritiker sowie vermutlich die Band selber, einig darüber sind, dass „Let Go“ aus dem Jahr 2002 das Meisterwerk dieser Band ist. Das Album, dass man nur einmal im Leben macht und bei dem alles stimmt. Und so ist es einfach aus. „Let Go“ ist auch nach über sieben Jahren immer noch eines der schönsten und qualitativ hochwertigsten Alben, welches ich kenne. Nada Surf perfektionieren ihren melodischen Indie-Rock auf wunderbare Art und Weise und vereinen zwölf hochwertige Songs auf einem Album. „Let Go“ ist wirklich ein Album, welches von den tollen Popsongs und Matthew Caws’ wundervoll ehrlichen und auch gefühlvollen Texten lebt und dabei eine ganz eigene Atmosphäre verbreitet, irgendwo zwischen Optimismus und bittersüßer Melancholie. Die rockigen Nummern „The Way You Wear Your Head“, “Hi-Speed Soul” oder das locker-leichte “No Quick Fix” laden zum Mitschunkeln und Tanzen ein. Die Balladen hingegen bewegen auf wunderbare Weise. Sei es die Verneigung vor Dylan’s „Blonde On Blonde“ oder das wunderbar ehrliche „Inside Of Love“, dass in all seinem traurigen Pragmatismus einfach so voller Wahrheit steckt. Und dann wär da noch das epische „Killian’s Red“, sowie der traumhafte Abschluss „Paper Boats“. „Sit on a train, reading a book. Same damn planet every time i look“ resümiert Caws darin. Dabei nimmt der Song einen mit auf die traurig melancholische Zugfahrt, durch eine Welt, der man sich irgendwie gern verweigern möchte. Egal, ob es um die große Liebe geht oder einfach nur die Fruchtfliegen in der Küche… „Let Go“ scheint ein Album mitten aus dem Leben zu sein, um am Ende doch irgendwie über ihm zu stehen. Ich finde keinen einzigen Schwachpunkt, na gut, vielleicht die französische Nummer… aber selbst das ist kein Beinbruch und mindert die Qualität von „Let Go“ in keinster Weise. Ein Album, welches mir über viele Jahre so viel gegeben hat und voller kleiner Wahrheiten ist. Seitdem bewegen sich Nada Surf immer auf angenehmen Niveau und lassen auch gern mal die Brillanz durchblicken, mit der sie Anno 2002 noch ein ganzes Album gefüllt haben. Ach, ist das traumhaft… ich hör’s mir gleich noch mal an. Anhören: „Fruit Fly“, „Blonde On Blonde“ „Inside Of Love“, „No Quick Fix“, “Paper Boats”