Mixtape

Samstag, 16. Juli 2011

Chillaxing

PBMR präsentiert sein 'finales' Mixtape ... relaxte Beats für den Sommer

Es ist mal wieder soweit. In meiner Zweit-Identität als Pretty Boy Makes Rave gibt es nun wieder einen weiteren Teil aus meiner seit Ende 2008 regelmäßig produzierten "Mixtape"-Serie. Dies wird allerdings auch der letzte in dieser Form sein. Nicht, weil mir diese Mixe nicht mehr Spaß machen... ich glaub einfach nur, mit dem zehnten Teil ist ein sehr netter Schlusspunkt erreicht und zusammen mit den anderen neun konnte ich meine vielseitigen musikalischen Interessengebiete sicher sehr recht gut präsentieren. Manchmal etwas tanzbarer, manchmal etwas relaxter. Wer einen Teil der Serie verpasst hat, kann das alles per bequemen Download auf last.fm nachholen. Zukünftig werden die Mixe dann wohl regelmäßiger und in Sachen länge und Genrevielfalt etwas kompakter. Watch out und so...

Mixtape-10-Cover
Abschließend drossel ich angesichts der Urlaubssaison allerdings noch einmal schön das Tempo und präsentierte mit "We Don't Sleep When The Sun Goes Down" einen chillig-groovenden 60-Minuten-Mix aus alten und neuen Schätzen. Mal mehr poppig, mal weniger. Es geht dabei nicht so sehr um ein straightes Set im DJ-Sinne, sondern mehr um verschiedene Auswüchse einer Grundstimmung. Ihr wisst schon... Relaxen am Strand, in der Hängematte, mit Fahrrad oder Auto herumdüsen, es sich auf der Picknick-Decke bequem machen. Der Soundtrack dazu stammt von verschiedenen Interpreten. Unbekanntere Tracks bereits bestehender Helden, wie Coldplay, The National oder den Pet Shop Boys treffen auf aufstrebende Künstler, wie Princeton, Chad Valley, Edwin Van Cleef oder Gossip Culture. Es wird poppig, aber auch dezent tanzbar und balladesk. Und vielleicht, ja nur vielleicht erfasst euch auch diese spezielle Grundstimmung, welche ich beim Kompilieren und Mixen dieser Ansammlung gespührt habe. Wäre ja möglich. Für's regelmäßige Downloaden der Mixtape-Serie an dieser Stelle danke ich recht herzlich und hoffe, ihr bleibt dem Pretty Boy auch in Zukunft gewogen. Und jetzt schnell runterladen, weg vom ollen Internet und raus in die freie Natur!

01 Empire Of The Sun - Country
02 Zimmer - Cruisin'
03 Edwin van Cleef ft. Jane Hanley - Lisztomania (Phoenix Cover)
04 Princeton - To The Alps
05 Air France with Roos - GBG Belongs To Us
06 Pretty Boy Makes Rave - Simplicity
07 Adrian Lux - Teenage Crimes (Original Miix)
08 Kollektiv Turmstraße - Grillen im Park
09 Hurts - Stay (Groove Armada Remix)
10 CSLSX - Keep On Shining
11 Chad Valley - Anything (Seams Remix)
12 The National - Sleep All Summer
13 Gossip Culture - Whispers In My Ear
14 Jeremy Glenn - New Life
15 Pet Shop Boys - Violence (Extended 1993 Hacienda Version)
16 Aeroplane ft. Kathy Diamond - Whispers (Original Mix)
17 Memoryhouse - Modern, Normal
18 Coldplay - See You Soon

We Don't Sleep When The Sun Goes Down (Mixtape #10) by Pretty Boy Makes Rave

Sonntag, 22. Mai 2011

Gegen das Sommerloch

Ein neuer DJ-Mix von den beiden Chef-Bloggern...

CL2-ShotJa, da muss man kein großes Genie sein um festzustellen, dass die Hose auf Nobono gerade ein wenig halbtot herumhängt. Man mag es kaum glauben, aber der FallOnDeafEars und meine Wenigkeit haben gerade zu viel anderes um die Ohren. Diese fiesen Umstände unseres Privatlebens, welche uns zum lernen/studieren/arbeiten und dem restlichen Scheiß zwingen lassen den guten alten Blog gerade etwas sehr hinten anstehen. Ist ja auch normal. Eine unserer Nebenbeschäftigungen, das Musikproduzieren, darf ja auch nicht vergessen werden. Zwar haben icke (PBMR) und er (GBB) aktuell noch keine weitere Kollaborations-EP (siehe März) am Start, aber immerhin haben wir es geschafft, einen weiteren durchschlagenden und ziemlich tanzbaren DJ-Mix unserer Cheesy Listening-Serie zu produzieren, welchen wir an dieser Stelle auch gern als kleines Versöhnungsangebot ansichtlich des vorgezogenen Blog-Sommerlochs mit euch teilen wollen.

Im dem rund 60-Minuten langen Mix finden sich wieder unsere aktuell liebsten Hits aus dem elektronischen Bereich. Bisschen harter Acid-Sound hier, etwas Elektropop da, viel Kommerz zwischendrin und eine Prise Dubstep oben drauf: fertig ist unser kleiner, vorsommerlicher Mix, auf dem sich feine Schmankerl von den Bag Raiders, Nero, Rex The Dog, Moby, Siriusmo oder Booka Shade befinden. Vielseitigkeit und Tanzbarkeit sind Grundpfeiler unserer Arbeit. Wisst ihr ja. Das könnt ihr euch wie immer bei Soundcloud anhören, downloaden, weiterverteilen, sowie gut oder schlecht finden. Ehrensache! Trackliste und Verknüpfung folgen gleich. Und bis dahin sagen wir Danke fürs Anhören und Sorry fürs lahme Bloggen. Das wird sich sicher auch irgendwann wieder bessern. Bis dahin: bleibt uns gewogen und behaltet uns in bester Erinnerung:

01 Drivepilot – Devil In Milan (Liberty Remix)
02 GBB & Pretty Boy Makes Rave – Turbine
03 Bag Raiders – Sunlight
04 The S – Takedown
05 Depeche Mode – Never Let Me Down Again (Eric Prydz Remix)
06 Klaxons – Echoes (Designer Drugs Remix)
07 Adrian Lux – Teenage Crimes (Trumpdisco Remix)
08 Booka Shade – Regenerate (Russ Chimes Remix)
10 Nero – Guilt (DallasK Remix vs. Original Version)
11 Liberty – Middle Fingers Up! (Original Mix)
13 Hall & Oates – Out Of Touch (DJ Kue Remix)
12 Queen Of Hearts – Where Are You Now (StardonE Remix)
13 Aeroplane – My Enemy (Rex The Dog Remix)
14 Siriusmo – Feromonikon
15 Moby – The Day (Lifelike Remix)
16 Adele – Set Fire To The Rain (Plastic Plates Remix)

Cheesy Listening Vol. 2 (May 2011 Mix) by GBB_PBMR

Sonntag, 24. April 2011

Groovende Frühlingsgefühle

Ein neues, vielseitiges Mixtape zum Tanzen steht an...

Mixtape-9-Cover
Das musikalische Entwicklungen auch immer Gegenentwicklungen sind muss ich ja niemanden erzählen. Die Thematik des Disco-Revivals hatte ich auf diesem Blog schon mal im Zuge der Debütalbum-Besprechung von Holy Ghost! angesprochen. Bewusst künstliche Pop-Musik ist wieder gefragt, nachdem der Markt mit Gitarrenbands in der letzten Dekade geradezu überschwemmt wurde. Mir geht's da ähnlich. Ein neuer Remix von Azari & III erweckt in mir wesentlich mehr Glücksgefühle als die gesamte neue Platte von den Strokes. Ich möchte mich dabei allerdings nicht als Trendhure bezeichnen, sondern als jemand, dem elektronische Popmusik mit Tanzbarkeitsfaktor schon seit frühester Kindheit begeistert hat. Sozusagen sorgt auch dieser allgemeine Hype um Elektropop auch nur dafür, dass ich mich wieder auf meine persönlichen Wurzeln besinne, wenngleich es gerade bei elektronischer Musik natürlich recht schwer ist, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Und Genres abzugrenzen macht sowieso keinen Spaß, dass habe ich hier als PBMR schon mehrfach betont. So auch bei meinem neuen, insgesamt neunten Mixtape, welches ich unter das ewig gültige Motto "Music Is Our Life's Foundation" gestellt habe. Die Nerds unter euch werden das Zitat aus dem Disco-Klassiker "It's Alright" von Sterling Void wiedererkennen. Oder aus der noch besseren Coverversion von den von mir verehrten Pet Shop Boys aus dem Jahr 1989. Und selbst Hercules And Love Affair haben das gute Stück jetzt auf der neuen Platte neuinterpretiert. Das House-Stück über die Kraft der Musik und den damit verbundenen Optimismus funktioniert auch über die Jahre hinweg und ist dann auch Wegweiser und Abschlusstrack auf diesem neuen 60-Minuten-Mix.

Der Rest ist bunt gemischt, hochgradig tanzbar, kommerziell-poppig und vielseitig. Disco-esque Remixe aktueller Tracks von Adele, Lykke Li oder Metronomy dürfen da genauso wenig fehlen, wie diverse Klassiker. NuDisco schimpft sich das im Allgemeinen, aber es ist auch hier Platz für alte Rave-Tracks aus den späten 80ern, die sich erschreckend gut neben neuem DFA-Scheiß, wie Shit Robot machen. Der ganze Mix soll zeigen, wie vielseitig elektronische Tanzmusik sein kann und dass sie auch über die Jahre hinweg funktionieren kann. Die Grenzen der Coolness sind sowieso längst aufgeweicht. Es müssen ja nicht immer bollernde Atzen-Elektronik oder monotone Minimal-Sets sein. Nach dem der letzte Mix eher ruhig und in sich gekehrt war, zelebriert dieses Mixtape eindeutig das Leben, den Frühling und die Energie elektronischer Tanzmusik. In diesem Sinne hoffe ich natürlich, dem ein oder anderen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Streamt oder downloaded das gute Stück, hört es bei jeder Gelegenheit und reicht es an Freunde und Familie weiter. Vielleicht entdeckt man ja dadurch noch den ein oder anderen musikalischen Schatz. 'Cause the music plays forever...

01 Labels and Methods (Intro)
02 Daft Punk – Crescendolls
03 Ellie Goulding – Lights (Moonlight Matters Remix)
04 Lykke Li – I Follow Rivers (The Magician Remix)
05 Adele – Rolling In The Deep (Villa Remix)
06 Silver Columns – Brow Beaten (Pretty Boy Makes Rave Remix)
07 Siouxsie & The Banshees – Peek A Boo (Spec Goth Disco Edit)
08 Yelle – Que Veux Tu (Madeon Remix)
09 Metronomy – The Look (Fred Falke Remix)
10 Holy Ghost! – Hold My Breath
11 Hercules And Love Affair – My House (Stopmakingme Remix)
12 Depeche Mode – Dangerous (Hazchemix Remix)
13 Members Of The House – Share This House
14 Shit Robot – I Got A Feeling
15 Azari & III – Into The Night (CFCF Remix)
16 The Two Bears – Be Strong
17 Robbie Williams – Last Days Of Disco (Still Going Dub Mix)
18 Sterling Void – It’s Alright (Original 12’’ Mix)

Music Is Our Life's Foundation (Mixtape #9) by PBMR

Sonntag, 23. Januar 2011

Anti-Disco

Höchste Zeit für ein neues Mixtape... diesmal leicht anders.

Seit Ende 2008 veröffentliche ich nun als PBMR immer mal wieder ein paar ca. einstündige Mixe innerhalb meiner Mixtape-Serie. Das ist bekannt. Genauso, wie die Tatsache, dass diese Mixe stets irgendwie anders klingen... im Laufe der Zeit hat sich das nämlich alles immer stärker differenziert, so das jeder Mix unter ein Motto gestellt wird. Die Nummer 6 war bspw. ein relaxtes Sommer-Tape, die Nr. 7 im Oktober zuletzt eine ansammlung bunter Indie-Rock- und Pop-Momente. Wenn ich mal Zeit und Muse finde, werden die alten auch nochmal hochladen. Nun aber erstmal zu Nummer Acht.


Der neue Mix, namens "It Felt So Crystal In The Air" geht wiederum in eine ganz andere Richtung und entfernt sich zu großten Teilen von den Tanzflächen, Hitlisten und Genrekonventionen. Na ja, zumindest leicht. Der Grundtenor ist diesmal wesentlich ruhiger und düstere gehalten, ein Soundmix, der fürs Hirn, weniger für die Hüften. Dunkler, melancholisch und immer mal wieder von ruhigen Momenten durchbrochen. Vielleicht weil mir gerade danach ist, weil es reizvoll ist und weil man ab und an einen passenden Soundtrack zum In-Sich-Kehren braucht. Um dies zu bewerkstelligen helfen mir hier verschiedenste Künstler und Genres. Chilligen Elektro, wie die Remxie von John Talabot für Glasser oder Four Tet gibt's genauso, wie Minimal von Trentemøller oder Minilogue, Dubstep von Burial und Deadboy und Auszüge aus Soundtracks, die ich zuletzt verstärkt gehört habe. Jon Hopkins, welcher bspw, den "Monsters"-Score zu verantworten hat. Oder natürlich Trent Reznor, der dafür ja den Golden Globe jüngst bekommen hat und im Regal schon mal Platz für den Oscar macht. Es ist vielleicht nicht der übliche, kontinuierliche Dance-Mix, aber vielleicht entdeckt der ein oder andere nach dem Download ja mal ein paar neue musikalische Facetten. Und dann darf bei Teil 9 vielleicht auch wieder getanzt werden.

01 Trent Reznor & Atticus Ross – Hand Covers Bruise Reprise
02 Foals – Spanish Sahara (Deadboy Remix)
03 Pretty Boy Makes Rave – Waiting For Rasmus (First Version)
04 Jon Hopkins – Campfire
05 Glasser – Learn (John Talabot Remix)
06 The Droyds – All I Ever Wanted (Prince Language Remix)
07 Four Tet – Circling
08 Burial – In McDonalds
09 The XX – Shelter (Tiga Remix)
10 Kings Of Leon – Closer (Presets Remix - Outro Edit)
11 Trentemøller – Miss You (Trentemøller Remix)
12 Massive Attack – Paradise Circus (Gui Boratto Remix)
13 Depeche Mode – In Chains (Minilogues Air Remix)
14 autumn LIVE – Step In
15 Faithless – North Star
16 Underworld – Capa’s Last Transmission Home

It Felt So Crystal In The Air (Mixtape #8) by PBMR

Dienstag, 21. Dezember 2010

Vorgezogene Bescherung

santa-drunk-toastOh Nein, schon wieder ein Jahresabschlussranking! Ganz ruhig Kinder, nicht gleich wegklicken, denn es gibt Geschenke! Jaaa, richtig! So kurz vor den Festtagen, wird hier noch mal die Geschenktüte geöffnet und ich präsentiere 20 Songs aus 2010, die ihr unbedingt noch vor Jahresende hören müsst!!! Egal, welches Genre, egal ob Remix oder Original, hier sind zwanzig mehr oder weniger gut versteckte Schätze des ausklingenden Jahres, abseits von rhododendron’s ranking oder anderen 2010-Jahreslisten (An dieser Stelle wird auch auf eine Nummerierung verzichtet). Klar, ein paar Hypes müssen sein, aber nicht nur. Unverzichtbar sind diese Tracks auf jeden Fall und alle, die an guter Musik interessiert sind, sollten hier genauer hinhören. Da, wo es halbwegs legal möglich ist, gibt’s die entsprechende Nummer auch gleich zum Herunterladen oder wenigstens anschauen. Und nun genießt die Musik und genießt vor allem die Feiertage. Frohes Fest!

Gorillaz ft. Little Dragon “Empire Ants”
Das Damon Albarn ein Held und Genie ist, dürfte spätestens 2010 klar sein. Die Gorillaz sind von der reinen Comic-Band zum Allerwelts-Musikerzirkus mutiert und haben Platz für alte Haudegen und neue Pop-Helden, wie jüngst auch in der tollen neuen Single „Doncamatic“ mit Daley. Auch für die schwedische Elektropopband Little Dragon, die hierzulande noch keiner kennt muss da Platz sein. So wird „Empire Ants“ zu einem Zusammenschluss von zwei unterschiedlichen Tracks, die dann doch zu einem Pop-Meisterwerk verschmelzen. DOWNLOAD

Out Husband “Villages”
Der größte, versteckte Superhit des Jahres. So einfach, so gefühlvoll, als ob The XX mal einen warmen Sommertag gesehen haben. Zurrecht bei den Nobono Awards gewonnen und ein Ohrwurm für alle Zeit. Wer „Villages“ von Our Husband wirklich noch nicht kennt, sollte jetzt schnell damit anfangen, ehe sie 2011 jeder kennt. Mein Wort! DOWNLOAD

The War On Drugs “Comin’ Through”
Toller Bandname, noch tollerer Song. Falls es einen Song gab, der 2010 besser einen entspannten Sommertag am Strand oder auf einer Wiese hätte untermalen können, dann zeigt ihn mir bitte. „Comin’ Through“ fängt ganz selbstverständlich eine entspannte Hippie-Atmosphäre ein und könnte selbst euren Vätern gefallen. Und später mal den Kindern! DOWNLOAD

Crystal Castles “Baptism”
Gut, dieses Jahr haben sie mich dann doch bekehrt. Wer am Ende sogar Robert Smith als Kollaborateur auftreten lassen, dem gehört mein Herz. Also, so halb. Aber mittlerweile finde ich die Crsytal Castles okay. Gut, Sängerin Alice ist nach wie vor überflüssig, aber was ihr Bandkollege hier aus brachialen 90er-Trance-Flächen und Videospielsounds zaubert, reißt immer noch jeden Club ein. DOWNLOAD

Swedish House Mafia “One (Your Name)”
Nein, hier ist nichts indie, hier ist nichts kredibil. Die Swedish House Mafia macht keine Gefangenen und keine Kompromisse, die wollen nur auf den Putz hauen. Eine so simple Melodie mit 90er-Jahre-Trash-Trance-Elementen aufzupimpen und dabei so geschickt Spannung auf und ab zubauen, da gehört schon einiges an Produzentenkönnen dazu. Eine kommerzielle Krawallbürste, die ich nur so lieben kann. Indie-Puristen greifen zum Cover der Foals und müssen sich eingestehen, dass das auch da blendend funktioniert. ANSCHAUEN

Foals “Spanish Sahara (Deadboy Remix)”
Und wo wir gerade dabei sind. Ja natürlich müssen hier noch die Foals kommen. Dass 2010 deren goldenes Jahr war muss ich ja niemandem mehr erzählen. Anhören sollte man sich da eh jeden Song. Zur Abwechslung gern auch mal Remixe. Diese minimalistische, aber extrem effektive Dubstep-Version von „Spanish Sahara“ z.B. Und das ist erst der Anfang im Remix-Reigen. Für Fortgeschrittene gibt’s noch Pop mit Chad Valley, Clubfutter mit Tropher Grace und auch gern mal ein paar Streicher. Denen gelingt dieses Jahr alles. DOWNLOAD

Boys Noize “1010”
Noch so ein effektiv arbeitender Mensch. Alex Riddha aka Boys Noize ist so was wie der Anti-David-Guetta. Obwohl er gern auch mal Poppiges zum Besten gibt, reißt er das Ruder immer gern wieder rum. Wie bei der diesjährigen Non-Album-Single „1010“. Ein brachiales Stück Underground-Techno, voller Acid, aber ohne Melodie. Struktur wird überbewertet, manchmal sind es die einfachen Entscheidungen, welche den größten Erfolg haben. Mehr Acid oder weniger? Snare oder nur Kick? Hauptsache immer viel kaputt machen. DOWNLOAD

Ellie Goulding “Starry Eyed (Russ Chimes Remix)”
Bei den Nobono Awards hat Russ Chimes’ Remix schon den imaginären Preis für den besten des Jahres gewonnen. Und um auch den letzten davon zu überzeugen, dass dieses Teil der Burner ist, findet er hier auch noch mal eine Erwähnung. Im Gegensatz zu Boys Noize geht’s hier nämlich kommerziell und housig zu. Aber was für ein Drive. Allein der House-Piano-Break in der Mitte mit anschließendem Aufbau sollte den letzten Kritiker überzeugen. DOWNLOAD

Kanye West “All Of The Lights”
Das größte Album seit der Erfindung des Hip Hop ist die neue Kanye West natürlich nicht, aber stellenweise merkt man schon, warum dieser Mann ein Arschloch ist, dem man jeden Fauxpas verzeiht. Bestes Beispiel „All Of The Lights“ in dem er sein ganzes Können ausspielt. Hier knallt alles. Allein beim Lesen der Featureliste dieses Tracks wird einem übel. Bsp? Rihanna, Elly Jackson von La Roux, Kid Cudi, Fergie und Elton motherfucking John. Nie klang Namedropping geiler, als in diesem Track! DOWNLOAD

Azari And III “Into The Night”
Von diesen Jungs aus Kanada werden wir 2011 noch Einiges hören. Hoffentlich. Remixe und Einzeltracks, wie dieser machen deutlich, dass Azari And III (Third) heißer Scheiß auf dem alternativen Dancefloor sind. Warum auch nicht? Sie machen sehr schwül klingenden Elektro-House mit gedrosseltem Tempo und all den Sounds und Vocals, die man eher in den frühen 90ern vermuten würde. Kein Eurodisco, das hier ist Disco mit Stil. Der Hype wird größer und größer, bis sie explodieren. Wir wachsen zwischenzeitlich einfach mal mit. DOWNLOAD

Patrick Wolf “Time Of Life (Still Going Remix)”
Und wo wir gerade bei Disco sind... dieser Remix der brandneuen Patrick-Wolf-Single macht da keine Ausnahme. Dezentes Tempo unterhalb der 120 BPM und dazu jede Menge Streicher. Ja, sind wir denn hier in den späten 70ern, frühen 80ern? Egal, mehr Disco-Pop geht eh nicht. Auf das DFA Label ist halt Verlass und wir hoffen auf mehr von Still Going 2011. Und von Patrick Wolf, wobei das ja schon so gut wie sicher ist. Freu, Freu! DOWNLOAD

Faithless – North Star
Ja, seien wir mal ehrlich. Faithless’ große Zeiten sind vorbei, da nützt auch kein Album namens „The Dance“. Bei Alltime-Freundin Dido verhält es sich vermutlich auch ähnlich. Aber gelegentlich klappt das noch, denn unverhofft befindet sich auf der neuen Faithless-Platte sogar ein solches Juwel voll andächtiger Schönheit, in dem die Stimmen von Dido und Maxi Jazz sogar problemlos auf einem atmosphärisch-entspannten Soundteppich funktionieren. Ganz großer, aber dann doch intimer Dance-Pop für’s Seelenheil. ANSCHAUEN

The National “Runaway”
Balsam durch Bariton. Wenn Matt Berninger singt, vergisst man den Trouble und das Chaos dieser Welt und ist gefangen von den melancholischen, gefühlvollen Klängen seiner Mitmusiker von The National. Dieses Jahr hat’s auch endlich bei mir Klick gemacht, seitdem möchte ich die Herren nicht mehr missen. Stellvertretend für jedes Glanzstück auf „High Violet“ folgt hier „Runaway“. Es kann aber wahlweise auch jeder andere Output genossen werden. DOWNLOAD

Beach House “Norway”
Mit Victoria Legrand verhält es sich ähnlich wie mit dem Kollegen Berninger. Was für eine Stimme, was für ein Genuss. Und ebenfalls erst dieses Jahr bin ich auf ihre Band aufmerksam geworden. Dafür aber gleich mit einem so wunderbar gefühlvollem Stück Shoegaze-Pop wie „Norway“. Man entschwebt der Welt für ein paar Minuten und hat wenig Interesse, da wieder zurückzukommen. DOWNLOAD

Memory Tapes “Bicycle”
Ein weiter unscheinbarer Popsong, der dieses Jahr durch die Blogosphäre schwebte war „Bicycle“ von den Memory Tapes. Ein fresher Groove, viel Atmosphäre und am Ende sogar noch ein regelrechter Ausbruch mit mehr als dezenten New-Order-Momenten. Hab ich die Chöre schon erwähnt? Alles drin, so schön und gleichzeitig irgendwie „indie“ kann Popmusik im Jahr 2010 klingen. Mehr davon bitte! DOWNLOAD

Robyn “Indistructible (A-Trax Remix)”
Gutes Jahr für A-Trax. Kaum schließt sich der gute Mann mal mit House-Legende Armand Van Helden zusammen und produziert den Gag-Track “Babara Streisand”, schon fließen die Moneten. Super effektiv! Ansonsten versteht der Mann was vom dezenten Discofloor-Filler-Produzieren. Hier veredelt er Robyn’s letzte Single und gibt ihr noch mal zusätzlichen Drive. Alle, die es etwas assiger und derber wollen, greifen zur Laidback Luke Version. DOWNLOAD

Chicane ft. Adam Young “Middledistancerunner”
Ich hab in meiner Rezension damals ganz schön auf Adam Young aka Owl City rumgehackt. Leid tut mir das aber nicht, ganz im Gegenteil: furchtbare Platte, „Fireflies“ noch das geringste Übel daran! Doch es geht auch besser und nicht gerade unkommerzieller. In der x-ten Comeback-Single der 90er-Dance-Legende Chicane schmiegt sich Young’s zartes Stimmchen über einen klaren Soundteppich und lässt alle, die wie ich, mit 90er Dance-Musik teil-sozialisiert wurden, Richtung Himmel entschweben. Unpeinliche Pop-Perle! ANSCHAUEN

Take That – S.O.S
Ja, ich weiß, die gehören verboten und ich hab 2010 eindeutig zuviel über Robbie und Take That hier geschrieben. Aber gerade weil man von der neuen Platte der Men-Band nichts erwartet hat, überrascht das spritzige Ergebnis umso mehr. Einfach mal „S.O.S“ anhören und sich dann eingestehen, dass dieser frische Powerpop, von Marina, Ellie oder La Roux gesungen, selbst der ollen Intro gefallen würde. ANSCHAUEN

The Pass – Treatment Of The Sun
So, ich stell mal ne Wette auf (die hoffentlich beim Verlieren jeder vergessen hat): „Treatment Of The Sun“ wird das „We Are The People“ des Jahres 2012 oder so. Irgendein Werbefutzi wird über diesen Song stolpern, genauso wie Empire Of The Sun, wird merken, dass es ein unglaublicher Megahit ist und dann geht das ganze Prozedere von vorn los. Dieser Song ist ein internationaler Super-Sommerhit, den lediglich noch keiner kennt. Aber es wird kommen, früher oder später. Erinnert euch an meiner Worte… oder lieber nicht. ANSCHAUEN

Stars “Asleep”
Gute Nacht, Welt! Einen Smiths-Song zu covern ist schon an sich eine schwere Sache, umso schöner, wenn es gelingt. Amy Milan von den Stars hat es geschafft, aus Morrissey’s Suizid-Hymne der 80er ein zartfühlendes Schlaflied für die Welt zu zaubern, das am Ende gar nicht mehr so düster und desolat daher kommt, wie es dies ursprünglich tat. Und welch besseren Ausklang für diese nette, kleine Songauflistung könnte es geben, als dieses Statement. Sinkt mich in den Schlaf! DOWNLOAD

Abschließend wünscht ganz Nobono natürlich schöne Feiertage, bis bald!

Mittwoch, 17. November 2010

Jahresabschlusstanz

Mein liebstes Clubfutter 2010 in Form eines knackigen Minimixes...

Mixtape_BestOf2010-Cover
Das elektronische Musik schwer zu kategorisieren ist und einige Techno-Puristen daraus fast schon eine Wissenschaft machen, dürfte ja bekannt sein. Ich weiß gar nicht, ob ich mich darüber hier schon mal aufgeregt hab, vermutlich schon. Es gibt so viel Subgenres und Spielweisen und wenn man mich immer so fragt, was ich gern höre oder im Falle eines DJ-Slots gern auflege, dann muss ich immer ausholen. "Indietronic" möchte man als Allerweltsbegriff schon gar nicht mehr nutzen, wenn man sagt "So rotzigen Boys-Noize-Elektro", schielt man schon mit anderthalb Augen in die Audiolith- und Atzen-Ecke. Minimal geht auch, aber was ist wirklich minimal? Elektro-Pop? Wird man ruckzuck den 80ern zugeteilt. Meine Ideallösung heißt immer noch: warum nicht von Allem ein wenig? Das hält die Stimmung und Aufmerksamkeit oben...

Ein an sich schwieriges Unterfangen, aber in meiner Zweitidentität als PBMR habe ich mich mal daran versucht und präsentiere an dieser Stelle ein brandneues Mixtape namens "The Fury In Your Head". Dieses erscheint außerhalb meiner gewöhnlichen Mix-Reihe, sondern ist eine Art Special-One-Off-Mix mit meinen persönlichen Lieblings-Elektro-Dance-Tracks des Jahres 2010. Brachiales wie Boys Noite und Vindata findet da genauso Platz wie Housiges von Fred Falke oder Todd Edwards, Minimales von Zoo Brazil oder einfach nur Pop von Arthur Baker oder Aeroplane. Jede Menge Remixe, weil ich ja ein bekennender Fan dieser Kunstform bin und dabei alles schön im straffen Tempo. 21 Tracks in 46 Minuten, da kann sich Mr. Oizo noch was von abschauen. Wenn er mag. Muss er aber nicht. Dies ist kein ultra-deepes House-Set, sondern ein Schnelldurchlauf von einigen hauseigenen Favoriten. Wie immer könnt ihr das alles bei Soundcloud anhören und da am besten gleich downloaden.

01 Goose ft. Peaches - Synrise
02 Hot Chip - Hand Me Down Your Love (Todd Edwards Micro Chip Remix)
03 Gorillaz - Stylo (Alex Metric Remix)
04 Tunng - Hustle (Bloc Party Remix)
05 Hurts - Wonderful Life (Arthur Baker Remix)
06 Crystal Castles – Celestica
07 Friendly Fires + Azari And III – Stay Here
08 Holy Ghost! – I Will Come Back
09 The Ting Tings – Hands (Retro/Grade Remix)
10 Ellie Goulding – Starry Eyed (Russ Chimes Remix)
11 Usher ft. Will.I.Am – OMG (Vindata Remix)
12 M.I.A. – XXXO (Riton Rerub)
13 Lady Gaga – Telephone (Passion Pit Remix)
14 Breakbot – Baby I’m Yours (Aeroplane Remix)
15 Sia – Clap Your Hands (Fred Falke Remix)
16 Late Of The Pier – Best In The Class (Soulwax Remix)
17 Boys Noize – 1010
18 Foals – Spanish Sahara (Topher Grace Remix)
19 Pretty Boy Makes Rave – East: A Life Less Extraordinary
20 Zoo Brazil ft. Rasmus Kellerman – There Is Hope
21 Mew – Beach (Trentemøller Remix Radio Edit)

The Fury In Your Head (Special 2010 Dance Mix) by PBMR

Wie immer hoffe ich, ihr habt viel Spass beim Tanzen, Anhören oder "Sich-Einfach-Nur-Über-Die-Etwas-Drastische-Genrezusammenstellung-Aufregen". Ganz wie ihr wünscht!

Montag, 4. Oktober 2010

Der Fluch der Vielseitigkeit

Juhu! Es gibt ein neues, tanzbares Mixtape von meiner Wenigkeit. Inklusive unnötig langem pseudo-philosophischem Vorwort. Entscheidet selbst, ob ihr ab hier scrollt oder nicht...

Von James Murphy lernen, heißt Siegen lernen! Oder generell vom New Yorker DFA Label. Bitte erwartet jetzt keine wissenschaftlich fundierte Quellenangabe, aber Murphy hat mal irgendwann gesagt, dass alle DJ’s und jene, die sich gern so schimpfen, in Wirklichkeit nur verkappte Rockstars sind, die’s halt nie geschafft haben (ähnlich wie Musikkritiker, ha!). Bzw. hat er es als „closest thing to being a musician without actually being one“ bezeichnet. Gut so. Jetzt weiß ich nicht von welchem Label-Mitgründer das zweite Zitat stammt. Egal, ob Tim Goldsworthy oder Jonnathan Galkin, einer von beiden meinte auch, dass es als DJ heutzutage nicht mehr unbedingt wichtig ist, tolle Übergänge zu fabrizieren, derbe Mixe abzuliefern oder kramphaft mit Vinyl aufzulegen. Was zählt ist der Dancefloor und wie man es schafft, die Leute zum Austicken zu bringen. Ein Tritt in die Weichteiler aller DJ-Puristen und das noch von jemand, der damit seine New Yorker Brötchen verdient.

Aber es ist was dran an der Aussage. Im Prinzip kann sich heut jeder Idiot Diskjokey schimpfen, denn im Prinzip ist es ja egal, was man macht, so lange man den Menschen eine gute Zeit liefert. Sogar meine Wenigkeit versucht sich dank meiner Zweitidentität PBMR gelegentlich an der heiligen Zunft, wobei mich The Juan McLean, um mal beim Label zu bleiben, vermutlich dafür auslachen würde, was ich handwerklich da verzapfe. Hat aber auch was mit dem Genre zu tun. In unserer feinen Welt muss bekanntermaßen alles einen Stempel haben, auch im DJ-Tum. Spielt man gern Hip Hop, dann gehört man halt zur Black Music. Techno is Techno und dann doch nicht, weil House ja nicht gleich Minimal und nicht gleich Indietronic (Modeschimpfwort für Boys Noize und Freunde) ist. Der Laie soll mal bitte Tech House von Deep House unterscheiden. Und dann gibt es dann noch die Marke Indierock-Schallplattenunterhalte, zu welcher ich mich tendeziell eher zähle. Übergänge sind da eh passé, weil ja Songs gespielt werden. Da ich aber seit meiner musikalischen Frühsozialisation an dem Problem leide, dass mich fast jede Form von Musik auf Dauer nervt und ich eher breitenorientiert bin, bin ich mittlerweile ein wenig davon abgekommen, mich nur auf einen ganzen Abend Allzweck-Indie-Hits zu beschränken, sondern da gern auch mal dezent andere Sachen einfließen zu lassen. Elektro passt ja mittlerweile eh in jeder Form da rein, Dubstep kann auch mal sein und warum sollte man nicht irgendwelche alten Hits aus den 70ern, 80ern und von mir aus auch 90ern einbauen, wenn die musikalische Trennschärfe angesichts all der Retrobewegungen sowieso nicht mehr erkennbar ist? Darin liegt ja auch der Reiz, dem Volk nicht nur zu geben, wonach es krampfhaft dürstet. Gut, Lady Gaga lässt sich immer noch schwer nach New Order spielen, aber eines Tages wird es vielleicht egal sein, ob jetzt nun krampfhaft Phoenix oder Paul Kalkbrenner laufen müssen und die Tanzveranstaltung nun einen Genre-Stempel verpasst bekommt oder nicht. Eine gute Zeit kann man sowohl bei Minimal Techno, als auch bei Joy Division haben. Fragen sie mal die unsäglichen Wombats!


Sehr lange Vorrede, kurzer Sinn. Es ist mal wieder Zeit für ein brandneues Mixtape meinerseits! Richtig! Da das letzte, recht sommerlich orientierte nun jahreszeitenbedingt etwas out-of-date ist, musste also schnell Nachschub her. Der neue Mix trägt den formschönen Titel „Because You Have To Make This Life Liveable“, zitiert wie immer einen Song aus diesem Sortiment und soll diesmal genau das wiederspiegeln, was ich weiter oben beschrieben habe, nämlich einen genreunabhängigen Mix aus guten Songs, die allesamt zusammenpassen, wenngleich sie es auf den ersten Blick nicht tun. Da ist genauso Platz für Indierocker, wie Wolf Parade oder die Friendly Fires, wie für alte 80er Helden wie OMD oder Heaven 17. Poppiges von Passion Pit und Holy Ghost! (DFA-Label, um den Bogen zu schließen) findet genauso Platz wie rein Elektronisches. Gemeinsam haben die 16 Tracks nur meine bedingungslose Liebe zu sich. Und das sie natürlich alle super sind. Also, hört es euch bei Soundcloud an, ladet es an gleicher Stelle herrunter und groovt euch damit entspannt durch den Tag. Und wenn ihr es nicht für mich macht, dann wenigstens für James Murphy. Mit dem wollt ihr euch lieber nicht anlegen!

Because You Have To Make This Life Liveable (Mixtape #/7) by PBMR

Abschließend und der Vollständigkeit halber noch das Tracklisting:

01 Ten p.m. (Intro)
02 Crystal Castles – Suffocation (Memory Tapes Remix)
03 OMD – Electricity
04 Friendly Fires – Strangelove
05 Pin Me Down vs. Co-Pilots – Curious
06 The Ting Tings – Hands (Low Sunday Indie Fix)
07Jamaica – I Think I Like U 2 (Breakbot Remix)
08 Tegan And Sara – Alligator (Passion Pit Remix)
09 Wolf Parade – Ghost Pressure
10 Holy Ghost! – I Know, I Hear
11 Paper Crows – Stand Alright (Monsieur Adi Remix)
12 The National – Afraid Of Everyone (We Plants Are Happy Plants Remix)
13 Yeasayer – Madder Red (MUNK Remix)
14 Phoenix – Rome (Burned Down by PBMR)
15 Hot Chip – Hand Me Down Your Love (Wild Geese Remix)
16 Heaven 17 – Temptation (Brothers In Rhythm Remix)
17 Teenage Fantasy – Cheaters

Montag, 23. August 2010

Techno für den Tempelhof

Heute in gut 3 Wochen ist der Spuk schon wieder vorbei. Ich rede nicht nur vom Sommer, sondern auch von der Festivalsaison im Allgemeinen und dem Berlin Festival im Speziellen. Na ja, so richtig sollte man die Sause im sillgelegten Berliner Tempelhof Flughafen auch nicht zu den klassischen Festivals zählen, immerhin geht der ganze Spuk nur zwei Tage, ist Indoor und campen muss man auch nicht, es sei denn man findet ein ruhiges Plätzchen hinter irgendeiner Parkbank.

Ein Erlebnis wird das Indie-Festival mit akutem Elektronik-Einschlag sicher allemal. Neben so üblichen Verdächtigen, wie Hot Chip, den Editors, Boys Noize oder James Murphy mit seinem LCD Soundsystem (der vor der Frührente nochmal alles mitnimmt, was geht), gibt's auch ein paar spezielle Leckerbissen, wie Altmeister Norman Cook aka Fatboy Slim, die Post-Punk-Urgesteine Gang Of Four oder Fever Ray bei einem ihrer seltenen Auftritte in unsere Breitengraden. Dürfte für fast jeden was dabei sein. Zumindest für FallOnDeafEars und meine Wenigkeit, weshalb wir uns trotz akuter Nicht-Hipsterness unter all die Großstädter werfen werden und neben hemmungslosem Hedonismus mit Limonaden-Genuss auch tolle Klugscheißer-Dialoge wie "Hörst du diesen Synthie? Der ist doch von Tears For Fears geklaut?" führen. Und na ja, Spass haben. Hätten wir nen Twitter-Account würden wir live davon berichten. Haben und wollen wir aber nicht. Aber hinterher hier vielleicht in Bericht-Form.

Na ja, um die Vorfreude noch zu steigern gibt's auch wieder ein exklusives Mixtape von meiner Wenigkeit, namens "This Is Techno!". Darauf gibt's auf etwas mehr als 50 Minuten meine persönlichen Favouriten und Künstler, auf die ich mir schon nen Wolf freue. Trotz Genrevielfalt vor Ort, ist der Mix eher elektronisch-herb geraten, passt also gut, um die Endorphine rechtzeitig vorher nach oben zu treiben. Wer also auch vor Ort ist und noch was für's Warm-Up benötigt oder einfach nur mal wieder Lust hat, sich die Gehörgänge mit elektronischem Shit durchzublasen, der ist herzlich eingeladen, sich das gute Teil via Soundcloud anzuhören und runterzuladen. Es wird nur bis zu dem Festivalwochenende (10./11.09.) online sein. Also heißt es schnell sein. Der frühe Vogel bekommt die Beats! Hier noch das Tracklisting und anschließend viel Spass beim Anhören und Festivalvorfreuen!

01 Intro “stolen” from 2Many DJs
02 Soulwax – I Love Techno (NightVersion)
03 Atari Teenage Riot – Activate!
04 Boys Noize & Erol Alkan – Avalanche!
05 Goose – Bring It On (Teenage Bad Girl Remix)
06 Housemeister – Famous
07 Editors – Papillon (The Japanese Popstars Remix)
08 Blood Red Shoes – I Wish I Was Someone Better (Metal On Metal Remix)
09 We Have Band – Honey Trap (Original vs. Co-Pilots Turbulence Remix)
10 Fever Ray – Triangle Walks (Rex The Dog Remix)
11 Hot Chip – I Feel Better (Richard X Remix)
12 Robyn – Don’t Fucking Tell Me What To Do (Mylo & Sharooz Mix)
13 Boys Noize – Nott!
14 LCD Soundsystem – You Wanted A Hit (Soulwax Remix)
15 Peaches ft. Gonzales – Red Leather
16 Fatboy Slim – Sunset (Bird Of Prey )
17 Caribou - Sun

'This Is Techno!' (Berlin Festival Mix 2010) by PBMR

Dienstag, 20. Juli 2010

Sonnendurchflutet

Heute gleich ein ganzes Paket voller Sommerloch-Musik! Passend zum schönen Wetter gibt es endlich wieder ein schönes Mixtape von meiner Wenigkeit...


Man kann das schöne Wetter gar nicht genug loben. Sicher, auch ich schwitze angesichts der gestiegenen Temperaturen, aber drüber aufregen tu ich mich dabei natürlich nicht, denn in Deutschland weiß man ja, dass so eine Situation höchst fragil ist und angesichts des positivien Vibes ja einfach nur zu genießen ist! Dazu gehört natürlich auch die passende Musik, seit jeher. FallOnDeafEars versorgt uns ja hier auf'm Blog ja schon regelmäßig mit heißen Sommermusikperlen, nun bin ich in meiner Nebenfunktion als PBMR mal wieder dafür zuständig und präsentiere an dieser Stelle wieder ein neues Mixtape namens "Give It All Just To Get It"!

Die Marschrichtung ist dabei klar... den geneigten Downloader und Hörer erwartet ein fast 60minütiger Mix mit einigen meiner Favoriten aus den Bereichen Indie, Pop, Electronic und auch alles zusammen. Von neuen, frish entdeckten Hits, wie den Tracks von Kisses, The Pass oder Elite Gymnastics, bis hin zu Minimal-Klassikern, wie den Kompakt-Smasher "So Weit Wie Noch" nie von Jürgen Paape aus dem Jahr 2001. Oder dieser ominöse Dave-Gahan-Remix von 2003, den sowieso keiner auf dem Radar hatte. Ein abwechslungsreicher Mix also, der keineswegs rein tanzbar und für die Clubs gemacht ist. Eher etwas chillig mit der musikalischen Untermahlung für Grillabende, Balkonaufenthalte oder fürs Füße-In-den-nächstgelegenen-Fluss-Legen. Ich hoffe, diese angestrebte Stimmung kommt auch einigermaßen rüber... also genießt die Musik und die schöne Zeit.

Hier das Tracklisting:

01 I Was A Romantic – Welcome To The Anchorage (PBMR Intro-Edit)
02 Lake Heartbeat – Southbound
03 The Pass – Treatment Of The Sun
04 Kisses – People Can Do The Most Amazing Things
05 Foals – Spanish Sahara (Chad Valley Remix)
06 Elite Gymnastics – Is This On Me?
07 Beach House – Zebra (Ring Trick Remix)
08 Jürgen Paape – So Weit Wie Noch Nie
09 Way Out West – The Gift (Gui Boratto Remix)
10 Waldeck – This Isn’t Maybe
11 Delphic – Remain (Beatless vs. Original)
12 Dave Gahan – I Need You (Jay’s Summerdub)
13 Pretty Boy Makes Rave – Everbody’s Listening To Minimal Nowadays
14 Planet Funk – Chase The Sun (Rafael Noronha & Re Dupre Remix)
15 Oliver Gehrmann - January the 3rd
16 Korallreven – The Truest Faith (CFCF Remix)

DOWNLOAD LINK


Give It All Just To Get It (Mixtape #6) by pbmr

Donnerstag, 1. Juli 2010

I LOVE REMIXES / Zwischenstand

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Der Sommer erreicht seinen Temperaturhöhepunkt anscheinend in diesen Tagen. Das Land schwitzt und irgendwie fühlt man sich zu träge, überhaupt irgendetwas zu tun. Fragen sie mal die Bundesregierung... auch auf Nobono droht ein Sommerloch, aber das darf ja auch mal sein. Zwischendurch sollte es mal erlaubt sein, sich zurückzulehnen und etwas zu resümieren. So auch bei unserer unterhaltsamen kleinen Mini-Serie "I Love Remixes". Da sind wir jetzt bei Ausgabe 10 angekommen und das ist doch ein guter Zeitpunkt um erst einmal ein kleines Päuschen einzulegen. Nein, vorbei ist die Serie noch nicht, dafür warten noch einige großartige Künstler auf ihre Chance, aber ich nutze den Moment, um an dieser Stelle nochmal auf alle bisher veröffentlichten Mixtapes hinzuweisen. Den Hörer erwarten kurzweilige, elektronische Hörerlebnisse unterschiedlichster Art und Weise. Seien es die hämmernden Bässe von Boys Noize und Soulwax, der smoothe House eines Fred Falke, Ruhiges von M83 oder Minimal von Gui Boratto... da dürfte für jeden Fan elektronischer Musik etwas dabei sein. Und deshalb jetzt hier nochmal zusammenfassend und mit neuen Download-Links versehen... viel Spass mit den bisherigen Ausgaben. Und vielleicht lässt sich ja doch der ein oder andere trotz des Wetters zu einem spontanen Tänzchen motivieren.

#01 – Pretty Boy Makes Rave
Download Mixtape
/// incl. Bloc Party, Fleet Foxes, Delphic, Ladyhawke, Get Well Soon, The Whip u.a.

#02 – Fred Falke
Download Mixtape
/// incl. The Gossip, Grizzly Bear, Miami Horror, Ke$ha, The Whitest boy Alive, Miike Snow u.a.

#03 – The Twelves
Download Mixtape
/// incl. M.I.A., Fever Ray, Metric, A-ha, Pacific!, Noah And The Whale, Yuksek u.a.

#04 – Boys Noize
Download Mixtape
/// incl. Tiga, Editors, Late Of The Pier, Apparat, Justice, Feist u.a.

#05 – Lifelike
Download Mixtape
/// incl. The Presets, Empire Of The Sun, Vitalic, Chromeo, Plastiscines, Moby u.a.

#06 – M83
Download Mixtape
/// incl. Depeche Mode, White Lies, Goldfrapp, Deftones, Maps, Van She u.a.

#07 – Bloc Party
Download Mixtape
/// incl. Placebo, Does It Offend You, Yeah?, The Maccabees, Kate Nash, Tunng u.a.

#08 – Gui Boratto
Download Mixtape
/// incl. Massive Attack, Pet Shop Boys, Adam Freeland, Trentemøller, Simian Mobile Disco u.a. u.a.

#09 – Richard X
Download Mixtape
/// incl. Hot Chip, New Order, Goldfrapp, Nine Inch Nails, Dragonette, Depeche Mode u.a.

#10 – Soulwax
Download Mixtape
/// incl. The Gossip, MGMT, LCD Soundsystem, The Chemical Brothers, The Beatles, Daft Punk u.a.

nobono

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