Freitag, 14. Mai 2010

Trennungsängste

Seit heute steht das Drittwerk vom James Murphys LCD Soundsystem offiziell in den Verkaufsregalen. Der Mann, welche im vergangenen Jahrzehnt so unnachahmlich Disco und Punk mixte, macht auch hier nichts falsch. Allerdings bleibt ein fader Beigeschmack beim Durchhören...

41l8-b3-RxL-_SL500_AA300_Eigentlich wollte James Murphy nicht mehr. Der DFA-Labelchef und selbsternanntes Gehirn hiner dem LCD Soundsystem wollte sein Projekt eigentlich nach den ausgiebigen Touren zum 2007er „Sound Of Silver“ zu Grabe tragen und sich auf neue Dinge konzentrieren. Nötig hätte er es ja auch nicht mehr. Seit der Debütsingle „Losing My Edge“ aus dem Jahr 2002 gilt Murphy sowieso als Heilsbringer der New Yorker Dance-Szene, der es mit LCD, seinem Label und den darauf befindlichen Acts wie The Rapture geschaff hat, die verschiedenen Genres Punk, Indie und Disco spielend leicht miteinander zu verknüpfen, lange bevor irgend jemand die Hype-Wörter „New“ und „Rave“ in einem Atemzug erwähnte. LCD Soundsystem war stets eine spielend leichte Verknüpfung verschiedenster Elemente. Intelligente Indie-Disco-Musik, die sowohl live, als wie auch auf Platte bestens funktionierte.

Und eigentlich sollte ja jetzt zum Ende der Dekade auch Schluss damit sein. Murphy meinte, dass alles mit LCD gesagt sei, was zu sagen wäre. Ganz unrecht hat er damit nicht, denn entgegen aller Behauptungen hat er mit „This Is Happening“ nun doch noch ein drittes Studioalbum produziert, nur um dabei in Interviews zu betonen, dass es vermutlich doch das letzte LCD Album sein wird. Da hat wohl jemand ausgeprägte Trennungsängste. Aber Murphys Bedenken im Vorfeld waren schon nicht ganz unbegründet. Denn beim Hören von „This Is Happening“ wird tatsächlich deutlich, dass Murphy eigentlich in den letzten 5 Jahren schon alles gesagt hat, was er sagen wollte. Der spritzigen Unbekümmertheit des selbstbetitelten 2005er Debüts und der musikalischen Perfektionierung von „Sound Of Silver“ hat Album Nr. 3 letztendlich nichts mehr hinzuzufügen, außer der Erhaltung des Status Quo. Letztendlich betreibt Murphy den Plagiarismus am eigenen Werk. Man hat das Gefühl alles irgendwie schon mal gehört zu haben. „Drunk Girls“ ist die obligatorische dreieinhalb Minuten-Single in der Tradition von „Daft Punk Is Playing My House“ oder „North American Scum“, „One Touch“ oder „I Can Change“ sind typische lange Tanzflächenfüller in der Tradition von „Get Innocuous!“ und wie sehr „All I Want“ auf das gute „All My Friends“ hinüberschielt, sollte auch gleich klar sein. Das ist natürlich kein Vorwurf, denn letztendlich ist ein überraschungsarmes LCD Soundsystem Album immer noch besser als manch anderer Schrott, der denkt, er könne Disco und Rock miteinander verknüpfen. Die Beats sind wieder mal astrein, die Instrumentierung versprüht das gewohnte DFA-Flair und Murphy selber lebt sein Mitteilungsbedürfnis wieder gewohnt ausgiebig aus, indem er seine spannenden lyrischen Ergüsse über die Discobeats singt und gern auch mal schreit. Alles beim Alten im LCD-Land, auch wenn am Ende der Platte ein wenig die Luft raus ist und man irgendwie die obligatorische Ballade vermisst, wenngleich das dezent groovende „Home“ natürlich ein adäquater Ersatz ist.

Mehr kann und muss man dazu auch nicht schreiben. Gewohnt souveräne Exkurse in anspruchsvolle und abwechslungsreiche Dance-Gefilde sind auch mit „This Is Happening“ sicher. Die Gitarren, Synthies und dicken Basslinien funktionieren wie eh und je und man bekommt genau das, was man auch von Murphy und seinen Mitmusikern erwartet. Da liegt aber auch der Hund begraben. Das A-Ha-Gefühl der ersten Alben fehlt praktisch komplett, da man permanent das Gefühl hat, alles schon mal gehört zu haben. Das sagt natürlich nichts über die Qualität aus und daran muss man sich natürlich auch nicht stören, aber man kann es, gerade wenn man von den Vorgängern mehr gewohnt ist. Im Prinzip war nach dem tollen „Sound Of Silver“ wirklich schon alles gesagt. Aber gönnen wir mal James weiterhin seinen Spaß, denn „This Is Happening“ ist ja eigentlich ein gutes Album und live wird das diesen Sommer auf den Festivals sowieso wieder eine Messe. Und vielleicht überwindet der Bandchef dann auch seine Ängste und erkennt, dass es doch besser ist, aufzuhören, bevor man sein ganzes Pulver verschossen hat. Und das hat der gute Mann ja sicher nicht nötig…

Album-Stream auf der offiziellen LCD Homepage!

Donnerstag, 13. Mai 2010

Von Pornos und Suppen

Cover

Schmutzfink ertappt? Bereits mit wässrigen Lefzen auf etwas Schmutz und Fleisch gehofft? Nö, sorry. Geht doch wieder nur um Popmusik: Auf ihrer Internetseite sind derzeit alle Songs des neuen Thieves Like Us-Album hörbar, welches auf den mediokren Namen Again And Again getauft wurde. Also neues Futter für Leute, denen Hot Chip und Yeasayer zu faul sind. Zur Überbrückung.

So ganz kann die Cleverness der genannten Bands allerdings nicht erreicht werden. Die Lieder an sich sind zwar recht spannend instrumentiert und können teilweise sogar mit halbwegs guten Momenten punkten. Als ganze Songs funktioniert das jedoch nur im Einzelfall. Als Beispiel sei mal der unglaublich sexy Titel Shyness seziert: Der Anfang mit seinem herrlich soften und dennoch funkigen Sample, lässt an und für sich Großes erwarten. Man sieht schon vor dem geistigen Auge, wie sich Schlafzimmertüren schließen, Augenlider auf Halbmast stehen, Anderes dafür auf ganzem Mast, Lingerie sich löst, heftig geatmet wird und die roten Lichter angehen. Voll Porno, ey! (Sagt das eigentlich jemand wirklich ernsthaft und unironisch?) Auch die Strophe und der Refrain, die dem folgen kann man ganz gut finden. Auf Dauer hätte man sich allerdings entweder noch ein weiteres Element gewünscht oder halt einen an sich stärkeren Song. Dummerweise wird es nämlich langweilig. Grau. Erotik eines Graubrotes. So wird wohl weiterhin Let’s Get It On die Beischlafhymne bleiben und Shyness verkommt zur Einschlafhilfe. Jungens, Jungens lasst besser das Kiffen sein!
Und so setzt sich der Trauermarsch fort. Das Beat-Bassline-Ensemble bei One Night With You ist genial, der Rest altbacken. So Clear kann mit seinen Plucker-Synthies und dem synkopischen Bassgeholper einen Rausch auslösen, wenn nicht die windschiefen Gitarren dazwischen grätschen würden. Der Sound von Lover Lover ist ordentlich fett, regelrecht massiv hervorquellend. Die Gesangsmelodie hingegen vom Reißbrett. Forget Me Not ist ein rundum gelungener Song, nur schon recht oft von anderen Bands gehört. Der supersmoothe Beat von Love Saves könnte Snoop Dogg neidisch machen – bei den Gesangskünsten verhält es sich eher andersum (was ein sehr schlechtes Zeichen ist). Die restlichen Lieder sind einfach nur so entweder schwach oder langweilig.
Ein gehäufter Esslöffel Melodie und eine Prise spannendere Struktur hätte der ganzen Suppe wohl noch ein paar lecker Fettaugen verpasst. So bleibt das leider nur ein fade gewürztes Wässerchen. Da sich kann das nomadische schwedisch-amerikanische Trio wohl noch etwas von den Chefköchen von Yeasayer abgucken. Viel Erfolg.

Again And Again ist bereits als MP3-Album erschienen und wird am 06.Juli auch physisch verfügbar sein.

Hörbeispiel: Shyness

Mittwoch, 12. Mai 2010

|:Mottenkiste:| / Nichts wird zurückgelassen

Cover

Die Kanadier von The Dears sind vor allem durch das ganz fabelhafte Stück Who Are You Defenders Of The Universe in Erscheinung getreten. Wer auch immer es hörte, konnte in eine kalte, traurige, kraftvolle Welt eintauchen. Was ist das für ein Album, dem dieser schöne Titel entnommen ist? No Cities Left führt diese Linie fort, jedoch ohne die gleiche Intensität über die gesamte Länge halten zu können. Aber auch die weniger starken Stücke füllen ein recht feines Indiepop-Album auf.

 

No Cities Left erschien 2004 und muss eigentlich nicht weiter auffallen. Schließlich hört man – kurz gefasst – eine stimmliche Mischung aus Damon Albarn (Gorillaz, Blur) und Morrissey über stark Interpol ähnelter Musik. Da diese Referenzen für sich ja schon den Mund wässrig machen lassen, sollte man die Kombination dieser Elemente doch mal genauer betrachten.
Der erste Titel We Can Have It, besteht aus einer Beschwörung zur Hoffnung, die noch honigfarben daher kommt. Alles noch halbwegs kuschelig und warm. Mit dem darauffolgenden Who Are You, Defenders Of The Universe jedoch entweicht schlagartig alle Wärme: Die ganze Szenarie taucht in eine metallische Kälte und wird es für den Rest des Albums auch beibehalten. Zwar leuchten kurze Hoffnungsschimmer auf, wie die Frühlingshymne Don’t Lose The Faith oder der beschwingte Indiesong Lost In The Plot. Diese sind aber die einzigen und werden dann auch umgehend wieder abgeschattet. Und in dieser ganzen eisigen, verlorenen, depressiven Atmosphäre ist dennoch genug Raum für Spielereien. Wie im Waisenkinderheim. Da trötet im elegischen Expect the Worst/'Cos She's a Tourist urplötzlich ein cheesy Saxophon ums Eck, das Gesangsmikrofon darf auch mal die Keyboarderin Natalia Yanchak mit ihrem Speichel benetzen, wie es bei 22: The Death of All the Romance der Fall ist, was die Musik zu einem interessanten Duett erweitert, zwei Stücke kratzen an der Acht-Minuten-Schallmauer, Trompeten, Harmonikas, Orgeln, Wurlitzer, Stromgitarrengewitter, Synthies!
Alles darf mindestens einmal kurz aufspielen, was nicht fest in die Studiomauer eingelassen war. Kein Tonerzeuger wird zurückgelassen, als wäre es ein fünftes Rad am Wagen. The Dears beziehen alle mit ein. Gut, solche Alben gibt es zuhauf. Entscheidend ist ja nicht das, was man oben reinstopft. Entscheidend ist es – so hat es schon der deutsche Philosoph H. Kohl beschrieben –, was hinten rauskommt. Das sind im Falle von No Cities Left eine schöne Sammlung kleiner Popepisoden. Mal größer, mal kleiner. Aber immer ausreichend eingängig, dass man gerne ein Ohr mehr riskiert. Dieses wird dann auch umgehend mit Hooklines und Ohrwürmern vollgestopft. Von welcher der tausend Tonquellen die kommen – ob es ein hübsches Gitarrenlick ist, oder ein beseelter Chor, ein Orgelsolo oder doch ein 1A-Morrissey-Imitation – ist eigentlich egal. Auf jeden Fall sind sie nicht zu knapp.
Zusammenfassend, ist festzuhalten, dass Freunde des komplexeren Pop hiermit ihre unverhohlene Freude haben dürfen. Allen anderen sei dies natürlich auch gewährt. The Dears lassen ja nichts und niemanden zurück.

Hörbeispiele:
Lost In The Plot (download)

Who Are You, Defenders Of The Universe (YouTube)

Dienstag, 11. Mai 2010

I LOVE REMIXES / #08 - GUI BORATTO

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Gui-20Boratto-20Scheibe-20Brasilien kann durchaus mehr zu bieten haben als nur Samba, Fußball und Korruption. Wie wär’s denn bspw. mit feinstem Minimal-Techno? In diese Richtung bewegen wir uns nun bei der neuen Ausgabe der „I Love Remixes-„Serie. Somit wird es nach dem abwechslungsreichen Genre-Hopping bei M83 und Bloc Party nun wieder etwas gradliniger, wenngleich der junge Herr aus São Paolo sich innerhalb des oft engen Genres durchaus differenziert bewegt. Die Rede ist von Gui Boratto, welcher es innerhalb einiger Jahre geschafft hat vom Newcomer zu Aushängeschild des Kölner Kultlabels „Kompakt“ zu avancieren. Der Mann, der einst in der Werbebranche arbeitete und sein Hobby später zum Beruf machte, hat dies vor allen seinen ersten beiden Alben „Chromophobia“ (2007) und „Take My Breath Away“ (2009) zu verdanken, auf denen er sich gern mal abseits des üblichen Minimal-Einheitsbreis austobt.

Aber auch allerhand Remixe zeugen von seiner Arbeit. Anfangs natürlich innerhalb der Genregrenzen tätig, hat es Buratto in den letzten Jahren geschafft, auch einige Schwergewichtler des Pop für sich zu begeistern. Die Pet Shop Boys sind bspw. große Fans und schätzen die Arbeit des guten Mannes, aber auch Acts wie Faithless, Moby, Robbie Williams oder Massive Attack werden mittlerweile mit Mixarbeitern beliefert. Erstere machen sogar den Anfang dieses fast 60minütigen Sets und hier beweist Boratto einer seiner Stärken… er lässt trotz Minimal-Ummalung dem Song gern stets viel Platz, besonders bei „Paradise Circus“ und dem anschließenden „Bomb The Bass“-Remix entsteht dadurch eine fast melancholisch zurückhaltende Atmosphäre, die eher zum Nachdenken, als zum Abdancen einlädt. Doch dabei belässt es der Brasilianer natürlich nicht. Bereits der Remix für Eyerer & Chopstick geht dann direkt in die Clubs. Einiges an Abwechslung ist also garantiert. Und man kann Minimal-Techno ja gern mal vorwerfen, belanglose Bar-Lounge-Musik zu sein und sicher sind auch eine der Tracks von Boratto vor diesem Urteil nicht sicher, doch insgesamt versteht er es, etwas mehr als nur die üblichen Bleeps und Clicks zu verwenden. Gerade auf seinen hochmelodiösen und atmosphärischen Alben wird dies deutlich, welche ich jetzt mal wärmstens allen Interessierten ans Herz lege. Und für alle unentschlossen sei der folgende Minimal-Mix also wärmstens ans Herz gelegt. Euch erwartet passende Musik, sowohl für den Club, als auch fürs Café um die Ecke. Wenn der Sommer oder wenigstens der Frühling endlich da wäre, dann würde ich dies als passend bezeichnen. Also ruhig jetzt schon mal sichern…

01 Massive Attack ft. Hope Sandoval – Paradise Circus (Gui Boratto Remix)
02 Bomb The Bass ft. Marl Lanegan – Black River Killer (Gui Boratto Remix)
03 Eyerer & Chopstick - Haunting (Gui Boratto Remix)
04 Trentemøller – Sycamore Feeling (Gui Boratto Remix)
05 Faithless – Sun To Me (Gui Boratto Remix)
06 Way Out West - The Gift (Gui Boratto Mix)
07 Ada – Lovestoned (Gui Boratto Remix)
08 Adam Freeland – Mancry (Gui Boratto Remix)
09 Pet Shop Boys – Love etc. (Gui Boratto Remix)
10 M.A.N.D.Y. vs. Booka Shade – Donut (Gui Boratto Remix)
11 Simian Mobile Disco – Bad Blood (Gui Boratto Dub Mix)
12 Moby – Pale Horses (Gui Boratto's Last Window Remix)
13 Sam Taylor-Wood – I'm In Love With A German Filmstar (Gui Boratto Remix)
14 Goldfrapp – A&E (Gui Boratto Dub)

DOWNLOAD HERE:
http://uploaded.to/file/6c79hd

Laufzeit: 58:07min



Homepage: www.myspace.com/guiboratto

Sonntag, 9. Mai 2010

rhododendron's ranking ... 18/ 2010

Ordentlich, Ordentlich! Ganze vier Neueinsteiger beehren uns diesen Sonntag im Ranking. Gleich hinter dem Spitzenduo Foals und Doves hat sich Marina Diamandis mit ihrem Roboter-Projekt und er wunderschönen aktuellen Single „I Am Not A Robot“ eingefunden. Schöner Popsong aber auch. Alte Bekannte hier sind die Editors, die uns die neue Single „Eat Raw Meat = Blood Drool“ auf Platz 5 präentieren. Inklusive einem sehr interpretationsfreudigem Cartoonvideo. Kele Okereke ist auch ein Langzeitbekannter hier, doch 2010 kommt der Bloc-Party-Frontmann Solo und gut trainiert um die Ecke, wie man im Video zur ersten Single „Tenderoni“ sehen kann. Für den Elektropopsong gibt es Platz 8 in der Liste. Dafür müssen einige Acts aus den Top 10 weichen, weshalb es mittelschwere Stürze von Hot Chip, Beach House und Yeasayer gibt. Und noch einen vierten Neuzugang, nämlich „M.I.A.“, mit dem Song zum Video über das ja bekanntermaßen alle reden. Ungeachtet davon ist „Born Free“ ein extrem gute Nummer, die Lust auf das neue, noch unbetitelte Album der jungen Dame macht.

01.( 01 / #5 ) Foals “This Orient”
02.( 02 / #7 ) Doves “Andalucia”
03.(NEW/ #1) Marina And The Diamonds “I Am Not A Robot”
04.( 06 / #2 ) Mew “Beach”
05.(NEW/ #1) Editors “Eat Raw Meat = Blood Drool”
06.( 03 / #9 ) The Drums “Best Friend”
07.( 05 / #3 ) The XX “Islands”
08.(NEW/ #1) Kele “Tenderoni”
09.( 04 / #5 ) Dendemann “Stumpf Ist Trumpf 3.0”
10.( 08 / #9 ) Foals “Spanish Sahara”
11.( 11 / #2 ) Crystal Castles “Celestica”
12.(NEW/ #1) M.I.A. “Born Free”
13.( 07 / #8 ) Hot Chip “I Feel Better”
14.( 10 / #3 ) Beach House “Zebra”
15.( 09 / #8 ) Yeasayer “O.N.E.”
16.( 12 / #2 ) Two Door Cinema Club “Something Good Can Work”
17.( 13 / #6 ) Delorean “Stay Close”
18.( 14 / #4 ) Tokyo Police Club “Breakneck Speed”
19.( 16 / #2 ) Pin Me Down “Treasure Hunter”
20.( 15 / #6 ) Trentemøller “Sycamore Feeling“







Mittwoch, 5. Mai 2010

Alles! Jetzt! Sofort!

Das Warten hat ein Ende. Am Freitag erscheint das Zweitwerk der Foals, welches den Erwartungen standhält. Eine verbale Verneigung vor dem bisher schönsten Pop-Album des Jahres!

51PdaHqoQsL-_SL500_AA300_Ganz Europa übt sich momentan im Griechenland-Bashing! Diese Ouzo-trinkenden Finanzjongleure aber auch! Die FORSA sieht die Stimmung der Deutschen gegenüber den Griechen eher negativ. Gibt es denn nichts Nettes über die Pleitegeier zu sagen? Immerhin ist Yannis Philippakis ein Netter gegen den man nichts haben darf. Der Wahl-Londoner mit griechischer Abstammung macht seit einigen Jahren mit seiner Hauptband, den Foals, von sich hören. Wer diese nach ihrem 2008er Debüt “Antidotes“ als Hipster-Eintagsfliege abstemplen wollte, der hat sicher nur halbherzig hingehört. Denn natürlich waren zackige Disco-Smasher wie „Cassius“ oder „Balloons“ prädestiniert dafür, kleine Indie-Rock-Happen für Zwischendurch zu sein. Doch darüber hinaus bestand das Album ja nicht nur daraus, sondern auch aus so feinfühlig großen Soundkonstruktionen, wie „Red Socks Pugie“ oder „Big Big Love“… es kündigte sich bereits damals an, dass die Herren um Philippakis einiges mehr zu bieten haben, als die Konkurrenz.

Nun schickt sich das Zweitwerk „Total Life Forever“ an, die Lobhudelei auf die jungen Fohlen einfach nur noch mit einem großen Haufen Ausrufezeichen zu bestätigen. Alles was „Antidotes“ konnte, kann dieses Album nämlich schon mit links… und nebenbei noch viel mehr. Natürlich ist Album Nr. Zwei immer die konsequente Weiterentwicklung des Debüts, bei welcher die Band ihr neu erlerntes Wissen der Welt zeigen kann. So entwickelt „Total Life Forever“ die Ansätze und Ideen des Debüts wesentlich weiter. Von der Band gern mal als tropischer Prog-Rock-Fiebertraum bezeichnet, gibt man sich nun wesentlich stärker der Psychodelic, sowie der großen Geste hin, ohne das Verspielte zu verlieren. Unterschwellige Tanzflächenfüller und epische Hymnen zugleich. Große Songkonstrukte, wie „Black Gold“ oder „Spanish Sahara“, welches erst einmal einige Minuten braucht, um in Fahrt zu kommen, sind an der Tagesordnung. Die Wave-Gitarren zirpen immer noch nervös herum, überall sprengelt Elektronik hervor, und passt sich den wechselnden Rhythmen an. Außerdem hat Philippakis und Co. den harmonischen Chorgesang für sich entdeckt und klingen jetzt teilweise sogar ein wenig nach den Fleet Foxes. Dazu passt das wuchtige Arrangement. Bei „Alabaster“ künden die großen Trommeln vom nahenden Unheil. Es passiert so viel, so unterschiedlich. „Total Life Forever“ lässt es entspannter angehen, groovt aber immer noch ungemein vor sich hin. Irgendwo zwischen Exotik und organisch gespieltem Techno angesiedelt entfalten die 11 Stücke nach und nach ihre Magie. „Blue Blood“ ist als Opener noch etwas verhalten, doch bereits „Miami“ schreit mit jedem Ton „Superhit“ aus sich heraus und muss einfach Single werden. Auch der entspannte Groove des Titeltracks lädt dazu ein. Und natürlich lassen sich Sücke wie „After Glow“ Zeit, aber dann explodiert der Beat zur Hälfte so dermaßen und mündet ein einem waschechten Discomonster. Als ob James Murphy Hand angelegt hätte. Egal ob groovend hier oder verträumt gefühlvoll, wie bei „2 Trees“… die Foals entwerfen abwechslungsreiche Klangbilder, die den Hörer mitreißen und „Total Life Forever“ bereits jetzt zu einem der Top-Alben des Jahres 2010 machen. Dazu gewohnt kryptische Textideen über die Verworrenheit der Zukunft oder jede Menge Blut. Ist vielleicht auch eher unwichtig, was die Foals in ihrer bildlichen Sprache zu erzählen haben, sondern vielmehr wichtig, wie sie dies erzählen. Eine heiße Mixtur aus Indie-Rock, Elektronik, Britpop und viel rhythmischer Sportgymnastik, so scheint es. Die Musik der Foals ist atmosphärisch, verspielt, aber trotz aller Durchdachtheit immer auch ein wenig gefühlvoll und emotional. Ob das jetzt unbedingt für die Tropen sein soll, weiß ich nicht. Aber etwas Sommerliches kann ich diesen Klängen schon manchmal abgewinnen… ach und irgendwie auch etwas Kaltes… Ihr merkt, mir gehen die Worte langsam aus. Und ehe ich noch mehr um den heißen Brei herumschweife, hier das Fazit: das bis dato spannendste Album des Jahres mit breitem Klangspektrum für alle Zuhörer, die Freude an vielseitigem Pop finden können und wollen. Also schnell das Album kaufen, denn dieses Finanzpaket ist mal wirklich gut angelegt.

Hörbeispiele auf der offiziellen Foals-Homepage



Foals @ MySpace

Sonntag, 2. Mai 2010

rhododendron's ranking ... 17/ 2010

Alles neu macht der Mai! Auch die Spitzenposition im Ranking! Nach ordentlichen fünf Wochen an der Spitze lösen die Foals nun mit „This Orient“ die Doves ab. Mal sehen, wie lang sich die jungen Fohlen oben halten können. Auch ansonsten haben wir vier formidable Neueinsteiger dabei. Mew sind die erfolgreichsten und entern mit der neuen Single „Beach“ direkt Platz 6. Das Musikvideo beweist mal wieder den hohen Kunstgeschmack der dänischen Band. Interpretationen erwünscht. Die Crystal Castles brauchen weniger davon. Ein Video hat die neue Single „Celestica“ nämlich auch nicht. Dennoch ein sehr stimmiges Stück Elektropop, was ja für die Band auch keine Selbstverständlichkeit ist. Dafür gibt’s Platz 11 und gleich auf der 12 folgt der neuste Streich vom Two Door Cinema Club. Auch die neue Single „Something Good Can Work“ überzeugt mit unwiderstehlicher Eingängigkeit. Und mit kurzweiligem Musikvideo. Dieses hat das Bloc-Party-Seitenprojekt Pin Me Down noch nicht vorzuweisen, aber laut Russell Lissack ist es ja immerhin schon in der Post-Produktion. Für die Single „Treasure Hunter“ gibt’s diese Woche Platz 16. Vielleicht geht da mit richtigem Video noch etwas mehr. Also, Augen offen halten!

01.( 03 / #4 ) Foals “This Orient”
02.( 01 / #6 ) Doves “Andalucia”
03.( 02 / #8 ) The Drums “Best Friend”
04.( 05 / #4 ) Dendemann “Stumpf Ist Trumpf 3.0”
05.( 06 / #2 ) The XX “Islands”
06.(NEW/ #1) Mew “Beach”
07.( 04 / #7 ) Hot Chip “I Feel Better”
08.( 07 / #8 ) Foals “Spanish Sahara”
09.( 09 / #7 ) Yeasayer “O.N.E.”
10.( 13 / #2 ) Beach House “Zebra”
11.(NEW/ #1) Crystal Castles “Celestica”
12.(NEW/ #1) Two Door Cinema Club “Something Good Can Work”
13.( 10 / #5 ) Delorean “Stay Close”
14.( 08 / #3 ) Tokyo Police Club “Breakneck Speed”
15.( 11 / #5 ) Trentemøller “Sycamore Feeling“
16.(NEW/ #1) Pin Me Down “Treasure Hunter”
17.( 12 / #9 ) We Have Band “Divisive”
18.( 14 / #3 ) Monarchy “The Phoenix Alive“
19.( 16 / #2 ) Faithless „Not Going Home“
20.( 17 / #5 ) Kate Nash “Do Wah Doo”







Freitag, 30. April 2010

Game Over

Da braucht das Gruftimädchen gar nicht so zu glotzen! Die Crystal Castles haben ein neues Album am Start. Das heißt nicht nur genauso, wie ihr erstes, sondern bietet auch fast die gleiche Musik. Warum man auf diese Band und diese Platte verzichten kann... aber nicht unbedingt muss.

Streitfrage Crystal Castles. Dummer Hipster-Schrott oder Musik-Genies? So ungefähr kann man das zusammenfassen. Die affinitive Twitter und MySpace-Generation hat das Elektropunk-Duo aus Kanada bereits mit den ersten Tracks und dem darafuffolgenden selbstbetitelten Album in die jungen Herzen geschlossen. Das Debüt bot viele helle Momente und gute Ideen, aber auch viel Verzichtbares und Unreifes. Insgesamt eher ein Sammelsurium an Momenten, als ein geschlossenes Album. Aber vielleicht bin ich da mit Mitte 20 auch etwas altmodisch und das Konzept-Album ist überholt und hat für Alice Glass und Ethan Kath auch keine besondere Bedeutung mehr. Warum sonst würden sie das zweite Album, welches es nach einem Leak jetzt auch panisch schnell in digitaler und physischer Form zu erwerben gibt, genauso nennen, wie das erste? Macht keinen Sinn? Muss es auch nicht.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich die Crystal Castles für gnadenlos überbewertet halte. Live sind sie sowie eine einzige unverständlich übersteuerte Krachorgie, auf die man verzichten kann. Soll das den vielbesagten Elektro-Punk darstellen? Für Punk sind die Crystal Castles aber zu aussagelos… und halt zu unverständlich. Welche wichtigen Botschaften schreit Alice denn schon ins Mikro? Politisch sind sie nicht, künstlerischer Anspruch lässt sich bedingt erkennen und gelegentlich wirken sie eher wie Modells aus einer New-Yorker-Reklame. Nix mit Punk, denn dazu frönt das Duo auch auf „Crystal Castles II“ viel zu sehr dem Pop. Eigentlich alles beim Alten auf dem Album. Produktionstechnisch hat man sich ein wenig von der Heimstudioatmosphäre wegbewegt, was schon mal prinzipiell zu begrüßen ist. Ansonsten betreibt man auf den 14 Songs ordentlich kreativen Eigendiebstahl. In Vielzahl werden Sounds und vor allem Beats aus dem Debüt zweit- und drittverwertet und eigene Ideen noch mal neugesponnen. Der Opener „Fainting Spells“, sowie das knappe „Doe Deer“ versuchen dabei die elektropunkige Seite des Duos zu zelebrieren und ein zweites „Alice Practice“ zu erzeugen. Erfolg bedingt. Allerdings sind die Crystal Castles immer dann gut, wenn sie gerade das nicht versuchen. Denn dann kommt oft astreiner Elektropop heraus, wie bei der überraschenden ersten Single „Celestica“ oder dem entspannt groovenden „Empathy“, inklusive schön viel Hall auffer Stimme. Auf jeden Fall experimentiert Kollege Kath stärker mit Genres und Sounds, als auf dem Debüt. Und wer hätte schon ein lupenreines Sigur-Rós-Sample, wie bei „Year Of Silence“ erwartet? Und erst der verrückte Schlusstrack „I Am Made Of Chalk“… Insgesamt gibt man sich etwas kompakter, als beim Debüt. Den Videospielsound-Elementen wird eine ordentliche Portion „80er Pop“ hinzugefügt. Das macht dies alles ein wenig eingängier, als auf Album Nummer Eins, aber nicht unbedingt besser. Die Crystal Castles leiden auch 2010 immer noch an einem entscheidenden Basisproblem: sie können keine guten Songs schreiben. Und falls doch, dann bringen sie diese falsch rüber. Obwohl man aufgestockt hat und die Soundspielerein nun gern über die Vier-Minuten-Grenze hinaus bringt, fehlt es den Tracks an einer gewissen Dynamik. Aus starken Anfängen, wird dann bspw. bei Songs wie „Violent Dreams“ ein eher mittelprächtig vor sich hin plätschernder Track, dem es an Abwechslung und Ideen fehlt. Daran kränkelt das ganze Album mal wieder. Mit 14 Tracks ist es eindeutig zu lang ausgefallen. Was auch immer die beiden Kanadier sagen wollten, sie hätten es auch auf zehn Songs sagen können. Dazu das begrenzte Repertoire an Beats und Bleeps. Das funktioniert natürlich super zur Hintergrundbeschallung oder gern in nem gut gefüllten Indieclub, aber darüber hinaus trifft das alte Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ in diesem Fall sicher ganz gut zu. Über Alice Glass „Talent“ kann man sicher viel diskutieren, aber Kollege Ethan hat an sich produktionstechnisch und musikalisch einiges drauf, verschwendet sein Potential aber merklich an Song- und Loopideen, welche die Aufmerksamkeitsspanne des Hörers gern mal auf eine harte Probe stellen. Wer sich mit dem zufrieden gibt, was die Band vor zwei Jahren schon abgeliefert hat, wird sicher auch Teil 2 des „Crystal-Castles“-Franchises gut finden. Wer darüber irgendwie mehr erwartet hat, sollte dieser Platte lieber mit gesunder Skepsis gegenübertreten… und dann vielleicht einfach umdrehen und gehen. Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen.

DOWNLOAD - "Celestica" [mp3]



MySpace: www.myspace.com/crystalcastles

The Sisterhood Of Traveling Trance

Cover

CocoRosie haben ein neues Album namens Grey Oceans in die Pipeline geschickt. Wen der Musikstrom erreicht kann sich schon einmal auf eine ungewöhnliche Erfahrung einstellen. Denn die beiden Frauen, lassen ordentlich die Puppen schwelgen. Von Stücken in Zeitlupe bis zum hämmernden Beat haben die beiden Freefolkerinnen ein breites Arsenal an Musik aus dem Zeughaus geholt. Alles nur um uns bei Gelegenheit in den Orbit zu schießen.

Bianca und Sierra Casady heißen die beiden Autorinnen dieses Handtäschchen voller Musikmagie. Dass aus diesem schwer kontrollierbarem Gedöns aus allen möglichen Instrumente überhaupt eine Art Magie erwachsen kann, liegt an den vokalen Einsätzen von Sierra. Diese hat am Conservatoire de Paris einst versucht Grundsteine für eine Karriere als Opernsängerin zu legen.
Was für ein imperalen Effekt eine Stimme derartiger Coleur auf Musik haben kann, dem sei ans Herz gelegt, mal die Augen zu schließen und sich das Großwerk des Damien Rice namens Eskimo zu geben. Wenn da der Mezzosopran von Doreen Curran aus den Lautsprechern schreitet, bleibt auf einmal die Zeit stehen und der Raum weitet sich.
Genau so funktioniert das auch auf Grey Oceans. Da aber gleich mehrere Male. Am Besten eigentlich bei Titel zwei namens Smokey Taboo. Zumal der Effekt zusätzlich verstärkt wird, indem die holde Sierra sich außerdem noch dazu aufschwingt die Harfe zu zupfen, die seit jeher eines der Markenzeichen des CocoRosieschen Sounds ist. Dies bringt dem Klang zusätzlich noch die Verwunschenheit, die man gemeinhin mit Elfen und ähnlichen majestischen Fabelwesen assoziiert.
Im Allgemeinen kann man das Klangerlebnis überhaupt am Effektivsten mit “verwunschen” beschreiben. Als ob man das Nachts unterm Sternhimmel am Weiher ausharrt und urplötzlich ein Schwarm Leuchtkäfer dem Schilf entsteigt und beginnt über dem Wasser zu tänzeln.
So ist das Titelstück zum Beispiel eigentlich ein sehr spartanische Akustikballade, die von Bianca mit ihrer Björk- beziehungsweise Karin Dreijer Andersson-artigen Stimme (inklusive starkem Akzent) gesungen wird. Und dabei vor Verhuschtheit nicht so richtig Tritt fassen kann. Bis aus dem Hintergrund wieder das Opernorgan ihrer Schwester ertönt und das Lied schweben lässt.
Und so könnte man fortfahren und ähnlich metaphorisch versuchen, Stücke wie die butterweiche Variante eines Drum ‘n’ Bass- und Kinderlied-Mashups namens Hopscotch oder das mit herrlichem Vogelgezwitscher, sowie Toy Piano angechillte Gallows oder den TripHop-Ansatz von R.I.P. Burn Face zu beschreiben. Letztendlich reiht sich hübsche Miniatur an edlen Leisetreter-Pop. Auch wenn das auf Dauer leicht ermüdend sein kann, kullert einem die Schönheit permanent vor die Ohren. Allerdings können die Schwestern den Schöngeist anscheinend selbst nicht durchhalten und müssen zum Abschluss mit dem spoken word-artigen Technostampfer Fairy Paradise und dem arg seltsamen Gelaber und heftig Akzentuierten von Here I Come aus der Träumerei, aus dem Trancezustand wieder raus reißen. Auch wenn beide Stücke für sich wieder nicht einer gewissen traumhaften Stimmung entbehren, machen sie leider doch die Gesamtheit des Albums zunichte. Schade drum.
Trotzdem eine Empfehlung für alle, die mal wieder Lust auf eine arg verträumte Version von Popmusik haben, ohne gleich irgendwelchen Kifferfantasien lauschen zu müssen. Dies hier ist zum Schwelgen, aber dennoch neugierig und klar.
Grey Oceans erschien heute.

Hörbeispiel:

Smokey Taboo (YouTube)

nobono

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Götterdämmerung
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rhododendron - 19. Jul, 13:48
Chillaxing
PBMR präsentiert sein 'finales' Mixtape ... relaxte...
rhododendron - 16. Jul, 14:26
Danke
Hört man immer wieder gern. Besonders schön, wenn's...
rhododendron - 8. Jul, 13:49
blog
ich verfolge hin und wieder deinen Blog und wollte...
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