Dienstag, 29. Juni 2010

Peinliche Popvorlieben / Teil 1

Zeit für eine neue Kategorie auf unserem alten Blog-Flaggschiff! Das wir Pop lieben dürfte ja mittlerweile bekannt sein, egal aus welchen Bereichen der stammt. Und ein popaffinitives Gehör macht halt auch nicht bei den Charts oder sonst wo stopp. Nur so lässt es sich erklären, dass hier neben Rasmus Kellerman oder Trent Reznor auch schon Ellie Goulding und Co. besprochen wurden. Vom teilweisen Lady-Gaga-Triumph bei den Nobono-Awards 2009 mal ganz abgesehen… nein, wir alle haben sie und halten sie geheim… peinliche Lieblingssongs! Doch jetzt nicht mehr! Ab jetzt wird dazu auch gestanden und das alles gegebenenfalls auch verteidigt. Nobono präsentiert ab jetzt öfters mal seine Peinlichen Popvorblieben.

Heute: Cheryl Cole ft. Will.I.Am „Three Words“



Für den Anfang muss mal wieder die viel gescholtene englische Fußballnationalmannschaft herhalten. Das war wohl nix. Wembley 2.0. und eine geistig offensichtlich abwesende Mannschaft waren dann doch ne Spur zu einfach. Auch Nationalspieler Ashley Cole fiel da wieder einmal nicht sonderlich auf. Großes hat dieser Mann während des Turniers nicht geleistet. Eine seiner Leistungen ist sicher die Tatsache, dass er mal mit Popsternchen Cheryl Cole verheiratet war. Diese war Teil der Girls Aloud, jener Girlgroup die hierzulande glücklicherweise aus dem kollektiven Gedächtnis der Menschen verschwunden ist… seit letztem Jahr macht sie auch Solo von sich reden. Und so quälte uns die laut landesinterner Umfragen angeblich sexieste Frau Englands (es besteht da dringender Diskussionsbedarf) bereits mit dem unsäglichen „Fight For Ths Love“. Danke, Heidi Klum! Ashley Cole wurde es wohl dann auch zu viel und die Ehe ging in die Brüche, wohl auch weil Mrs. Cole seit vergangenem Jahr lieber intim mit Will.I.Am wurde. Ja, genau, dieser Will.I.Am! Die omnipräsente Schwarzaugenerbse, die mittlerweile überall seine Finger im Spiel hat. Besonders bei Cheryl Cole… körperlich, wie musikalisch. Denn nicht lange dauerte es, bis die obligatorische Kollaboration anstand. Bereits letzten Herbst im UK ein Hit, wird das Teil nun auch hier gepuscht. Und es überrascht dann doch von seinem Klang und seinem Aufbau. Das beeindruckende an „Three Words“ ist sicher die Tatsache, dass es aus dem üblichen „Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Bridge-Refrain“-Schema heraus fällt, was man ja von diesen beiden Popstraftätern erwartet hätte. Doch Will.I.Am macht’s dann doch mal anders. Er konstruiert „Three Words“ um genau einen Loop herum, der sich ständig wiederholt und kreiert dabei einen Song, der immer weiter Spannung aufbaut und letztendlich in einem stampfenden Dance-Beat mündet. Weil, Elektro macht ja jetzt eh jeder und so. Gerade dieser spannungsbeladene Aufbau macht durchaus Laune, da man es wirklich reduziert angeht und die Stimmen von Cheryl Cole (austauschbar, wie eh und je) und William (überraschend gut, trotz AutoTune) über dezente, erst verhaltene Instrumentierung laufen lässt. Die romantische Annäherung in Duettform übt trotz Austauschbarkeit der Interpreten einen gewissen Reiz aus. Aber bitte nicht auf den dämlichen Text achten! Umso spannender der Disco-Ausbruch mit anschließendem Abriss. Fast schon trancig wirkt die Grundstimmung des Songs. Und dann solltet ihr erstmal die Version von Delphic hören, welche das noch unterstreicht. Gerade vom Aufbau und der Struktur her mal eine erfrischende Abwechslung, die zeigt, dass das der Hahn Will.I.Am auch mal ein Korn finden kann, wenn er denn mal etwas wagt.

nobono

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