Diskurs

Montag, 31. August 2009

Peaches - Take You On

Nach dem urkomischen Video zu Peaches' letzter Single Lose You folgt nun der dritte Streich ihres Albums I Feel Cream: Take You On. Da dachte man durch Peaches' neuen poppigeren Sound würden auch ihre Videos und Live-Shows ein wenig züchtiger, aber ihr DJ-Set auf dem Berlin-Festival stellte das Gegenteil unter Beweis. Im Schlepptau hatte Mel Nisker 2 Tänzerinnen, die während ihres Sets auf die Bühne urinierten und sich anschließend total entblößt Dildos in ihre Geschlechtsteile steckten. Das Publikum zeigte sich erschrocken und vor den Kopf gestoßen. Kein Wunder. Einen Sinn, außer pure Provokation, sollte diese Aktion augenscheinlich nicht haben. Wenn man mit Beine rasieren auf der Bühne anfängt und beim vierten Album schon bei solchen fragwürdigen Aktionen landet, weiß man nicht in welche Richtung sich das noch steigern soll. Hier wäre ein Richtungswechsel sicher ratsam. Dennoch erweist sich ihre neue Single Take You On als durchaus sehenswert.

Dienstag, 25. August 2009

IAMX - Tear Garden

Auch Chris Corner alias IAMX veröffentlicht mit Tear Garden aktuell die zweite Single aus seinem Album Kingdom of Welcome Addiction. Passend zu IAMX' leichter Affinität für Kitsch wandelt der Astrophysiker und Wahl-Berliner den Stadtteil Tiergarten in Tear Garden um. Das Video besticht durch gewohnt düstere Ästhetik und einer leicht bekleideten, schön beleuchteten Band. Man hofft nur, der von Chris getragene Pelz ist eine Fälschung. Bis November tourt der Ex-Sneaker Pimps Frontmann mit seinen Kompanen noch durch Polen, Rumänien, Österreich und Deutschland.

Julian Plenti ft. Emily Haines - Games For Days

Nachdem Interpol Frontmann Paul Banks aka Julian Plenti für sein Album ... is skyscraper ausschließlich überwältigende Kritiken bekommt und rhododendron ihn auf nobono auch kürzlich schon positiv erwähnt hat, muss man fairerweise nochmal das Video zur ersten Single Games For Days an dieser Stelle zeigen. Adrette Unterstützung erhält Julian Plenti zudem auch noch von seiner kanadischen Kollegin Emily Haines, die momentan auch mit frischen Sachen ihrer Band Metric unterwegs ist. Die Musik von Julian solo ist anders als die seiner Band Interpol. Sie ist verspielter und experimenteller. Sehr freuen kann man sich also im Augenblick über die Soloplatte aber dann auch wieder über die zukünftigen Interpol-Songs.

Bat For Lashes - Sleep Alone

Dass sich Bat For Lashes gerne mit den verspielten Seiten des Lebens herumschlägt ist bekannt. Im neuen Video zu Sleep Alone ist ebenfalls keine Veränderung diesbezüglich zu sehen. Doch was wäre Natasha Khanh ohne magischem Denken, Zauberei, Tagträumen und Traumsequenzen? Diese Verspieltheit, die manchmal auch düster wirkt, ist essentiell für das Konzept von Bat For Lashes. Im letzten Video zu Pearls Dream schwebte sie über die Theaterbühne mit Wölfen, während ihr ihre böse Zwillingsschwester zusah und gegen Ende des Songs starb. Im aktuellen Video arbeitet sich Natasha durch ihre Schlaflosigkeit in dem Sie munter nachts durch die Straßen läuft und dann Dinge zu basteln, die ihr helfen sollen wieder alleine schlafen zu können. Genau dies schafft sie dann auch zum Ende des Videos. Na dann, schlafen sie schön Ms. Bat For Lashes.

Antony and The Johnsons - Crazy In Love

Was sagt man dazu? Antony Hegarty covert Beyonces Überhit Crazy in Love. Das Cover begleitet Antonys 2. Auskopplung Aeon aus seinem Album The Crying Light als Doppel A-Seite. Hatte man bei Beyonces Original noch das Gefühl es ginge weitestgehend um Party und sich möglichst sexy zum Song zu bewegen, so dreht es Antony genau in die andere Richtung. Plötzlich erhält der Song Tiefe. Antony singt zwar die gleichen Zeilen wie Beyonce, doch er singt sie anders. Man glaubt ihm jedes Wort und erhält das Gefühl man würde gerade einen Mann hören, der einfach nur außer sich ist, verzweifelt vor Verliebtheit und Fokussiertheit auf eine Person. Langsam schleicht sich das Gefühl ein, auch Antony könnte etwas wunderbares aus Boom Boom Boom (I want you in my Room) der Vengaboys machen. Ja, unser Wunderkind könnte das sogar, ohne Zweifel.

A Camp - Love Has Left The Room

Zeit für Single Nummer 2 aus Album Nummer 2, dachte sich wohl unsere bezaubernde (eigentlich Cardigans-Frontfrau) Nina Persson, die bis vor kurzem noch quer durch Europa tourte. Kritiker waren sich einig, dass es auf dem neuen A Camp Album Colonia, wie auch schon auf dem selbstbetitelten Vorgänger, eigentlich nur wenige Hits gäbe und es primär Langeweile beim Hören auslöst. Dies kann uns an dieser Stelle egal sein, denn Love Has Left The Room stellt definitiv einen erfrischenden Hit dar und man fragt sich zu Recht wieso diese Single nicht der Albumvorboote war. Das Video zu Love Has Left The Room wurde auf einem Leuchtturmgelände von Long Island, NY von Sarah Flicker und Maximilla Lukacs gedreht.

Dienstag, 23. Juni 2009

Beirut - Concubine

Die neue Single von Zach Condons Projekt Beirut trägt den schönen Namen Concubine und zeichnet sich wieder einmal als Ohrenschmaus aus. Der Gesang setzt ungewöhnlich spät ein, erst nach 1 Minute 15 Sekunden, doch man ist bis dahin sowieso beschäftigt der schönen Melodie zu lauschen. Zu finden ist die Single auf Beiruts kürzlich erschienen Doppel-EP March of the Zapotec/ Realpeople:Holland. Mit Alma Har'el, dem Regisseur des Videos, drehte Beirut bereits die Videos zu Postcards From Italy oder Shrew. Für den jetzigen Clip suchte sich Alma Hollywood und Salton Sea als Drehorte aus und ließ das Wunderkind mit der Wunderstimme ein wenig mit Cowboyhut auf dem Walk Of Fame wandern.

Fever Ray - Triangle Walks

Karin Dreijer Anderssons aka Fever Ray veröffentlicht mit Triangle Walks die nun schon 3. Single aus ihrem selbstbetitelten Soloalbum. Nach dem ruhigen If I Had A Heart und dem schönen When I Grow Up preferiert Fever Ray v.a. beim Video weiterhin die düstere Ästhetik ihrer Vorgängervideos. Man will eben keinen Stilbruch erleiden. Ihr sperrlich beleuchtetes Gesicht singt sich nun durch das von Mikel Cee Karlsson produzierte Video. Selbst bezeichnet Karin ihre Musik übrigens als Black Metal/Folk/Elektroakustik.

Triangle Walks from Fever Ray on Vimeo.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Marilyn Manson - Arma-Goddamn-Motherfuckin'-Geddon

Wie ein Phoenix aus der Asche ersteht Marilyn Manson aus seiner selbstgebuddelten Pleite des schwachen letzten Albums Eat Me, Drink Me mit Karacho wieder auf. Marilyn Mansons, unter bürgerlichem Namen auch als Brian Warner bekannt, besinnt sich wieder mehr auf Härte und im Fokus seines neuen Werks High End of Low stehen eindeutig die Gitarren! So auch bei der ersten Single Arma-Goddamn-Motherfuckin'-Geddon. Danke, das haben wir wieder gebraucht! Wieder mit an Bord der Band ist Twiggy Ramirez. Ihm haben wir u.U. auch die neue wiedergewonnene Konsequenz des aktuellen Albums zu verdanken, da er auch einen Großteil der Musik von früheren Alben wie Mechanical Animals und Antichrist Superstar schrieb und nach seinem Ausstieg 2002 die Pleite begann. Nichtsdestotrotz haben wir Marilyn Manson als wahnsinnig guten Entertainer und Musiker zurück und darüber lässt sich nun wirklich freuen!

Arma-Goddamn-Motherfuckin'-Geddon // Marilyn Manson from Atavisme on Vimeo.

Sonic Youth - Sacred Trickster

Sonic Youth melden sich zurück! Diesmal wieder etwas rockiger und weg vom Major- zum netten kleinen Indie-Label. The Eternal wird von den Kritikern, wie auch der Vorgänger Rather Ripped (2006), wieder hochgelobt und zeigt, dass Sonic Youth nach 25 Jahren Bandgeschichte immer noch innovativ sind und den Alternative-Indie-Rock weiterhin mitbestimmen. Die erste Single aus dem dem neuen Werk Sacred Trickster ist, man kann es nicht anders sagen, ein runder und sehr guter Opener für The Eternal mit seinen kurzen und knappen 2Minuten und 10 Sekunden. Ihre Innovativ-Krise haben Sonic Youth auch schon Anfang der 90er überstanden, als es hieß die Nirvana-Vorbilder wärmen die selbst mitgeschaffene Grunge- und Independent-Szene nur wieder lauwarm auf. Eine weitere Innovativ-Krise ist unter dem Blickwinkel des neuen Albums wohl sehr fern ab der Realität. Sonic Youth befinden sich also wieder einmal in Höchstform!

nobono

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